Mit MainDesk steuerst du deine komplette Show. Über OSC, MIDI und Timecode sendest du die richtigen Befehle zur richtigen Zeit. Deine Cues sind im Textbuch eingebettet. So siehst du alle Stichworte vor dir und verpasst niemals, im richtigen Moment Go zu drücken.
Entspannt für erfahrene Techniker:innen – aber auch eine einzelne Person ohne jede Technik-Vorerfahrung kann damit eine komplette Show mit einem Go-Button fahren.
So einfach geht's
Das Textbuch direkt in MainDesk verfassen – oder als Markdown-Datei importieren.
An den richtigen Stellen im Text Trigger einfügen: Musik, Mikrofone, Licht, OSC…
Separates Fenster für den Regie-Monitor zeigt aktuellen und nächsten Cue.
Go drücken – fertig. Auch per MIDI-Controller oder Bluetooth-Pedal.
Features
Von der kleinen Schulaufführung bis zum professionellen Theater – MainDesk passt sich der Produktion an.
Trigger für Musik, Mikrofone, Lichtszenen und mehr werden direkt an der richtigen Stelle im Skript platziert. Das Textbuch und die Show-Steuerung bilden eine Einheit – kein ständiges Umschalten zwischen verschiedenen Programmen.
Jeden Trigger über die Benutzeroberfläche anlegen und bearbeiten: Audiodatei wählen, Mikrofone zuweisen, Lichtszene eintragen. Kein Texteditor nötig.
Ein separates Fenster zeigt den Dialog kurz vor dem nächsten Cue als Stichwort, den nächsten Cue selbst sowie alle laufenden Audios mit Fortschrittsanzeige. Kein Scrollen, kein Suchen.
Go und Back funktionieren auch per Tastatur, MIDI-Controller oder Bluetooth-Pedal.
Der Back-Button stellt den vollständigen Status des vorherigen Cues wieder her: Wurde ein Loop unterbrochen, startet er neu. Mikrofone, die im vorherigen Cue geöffnet waren, werden wieder geöffnet. Wurde eine Lichtszene durch den falschen Cue gewechselt, wird die vorherige Szene erneut getriggert.
Das gibt der Person am Pult Sicherheit: Ein versehentlicher Go-Druck ist kein Problem – einfach Back drücken und weiter.
Wenn derselbe Song je nach Besetzung in verschiedenen Tonarten oder mit unterschiedlichen Arrangements gespielt wird, kann man dafür mehrere Varianten desselben Cues anlegen – jede mit einer eigenen Audiodatei.
In der Live-Ansicht werden alle Varianten nebeneinander dargestellt und blinken, bis eine ausgewählt wird. Ein Klick wählt die Variante aus – erst dann startet Go die Wiedergabe.
Musik kann als Intro, Endlosschleife und Ausgang strukturiert werden. Ein Loop spielt weiter, bis auf Go gedrückt wird – dann wartet er, bis die aktuelle Schleifen-Runde beendet ist, und startet den Ausgang exakt am richtigen Moment.
Auch Übergänge von einem Stück direkt ins nächste sind möglich: Das Ende des ersten Titels löst automatisch den nächsten aus.
Start- und Endpunkt, Fade-in, Fade-out und Lautstärke lassen sich per Maus auf der Wellenform einstellen und werden automatisch gespeichert. Kein Audioschnitt-Programm nötig.
Das Ergebnis ist sofort hörbar – Wiedergabe-Button klicken, Marker verschieben, fertig.
Wird ein Cue ausgelöst, kann er gleichzeitig einen anderen Cue beeinflussen: die Lautstärke der laufenden Hintergrundmusik senken, sie langsam ausfaden oder komplett stoppen.
So lässt sich zum Beispiel festlegen: Sobald der Dialog-Cue ausgelöst wird, blendet die Musik aus dem vorherigen Cue in drei Sekunden aus – ohne dass dafür ein extra Go-Button nötig ist.
Ein Cue kann so eingestellt werden, dass er sich automatisch auslöst, wenn ein anderer Cue eine bestimmte Zeitposition in der Wiedergabe erreicht. So lassen sich Abläufe vorprogrammieren, die exakt synchron zur Musik passieren müssen.
Den Zeitpunkt festlegen ist einfach: Wiedergabe bis zur richtigen Stelle laufen lassen, dann den Auto-Cue-Marker setzen. Kein Eintippen von Zeitcodes.
Mit dem Auto-Mic-Button markiert ein Cue den Beginn einer Sektion. MainDesk scannt den Rollentext bis zum nächsten Auto-Mic-Cue und öffnet automatisch genau die Mikrofone, deren Rollen in diesem Abschnitt sprechen.
Ändert sich der Rollentext, passen sich die Mikrofone sofort an.
MainDesk ist die Schaltzentrale der Show: Mikrofon-Routing am X32-Mischpult via MIDI, custom OSC-Nachrichten an beliebige Systeme, MIDI Timecode (MTC 25fps) für Licht und Video.
Go und Back lassen sich jedem MIDI-Controller, Bluetooth-Pedal oder Keyboard zuweisen. Per Langdruck auf den Back-Button werden alle Wiedergaben sofort gestoppt.
Auf einem einzigen Aggregate Device werden Haupt- und Monitor-Mix auf verschiedene Ausgangskanäle geroutet. Pro Cue kann eine eigene Monitor-Datei hinterlegt werden – z.B. mit Klickspur oder Regiesprechern.
Die Kanalzuweisung erfolgt in den Einstellungen per Routing-Matrix. Auch PDF- und DOCX-Export des Regiebuchs ist eingebaut.
Textbuch und alle Trigger werden als eine einzige Markdown-Datei gespeichert. Das macht Zusammenarbeit einfach: Die Datei liegt im geteilten Ordner, auf einem USB-Stick oder in einem Git-Repository – und alle arbeiten immer an derselben Version.
Wer Git nutzt, bekommt vollständige Versionshistorie, kann Probenversionen mit Premierenversionen vergleichen und Änderungen nachvollziehen. Wer das nicht braucht, ignoriert es einfach.
Alles ist auch vollständig über die Oberfläche bedienbar – Text schreiben, Trigger anlegen, Einstellungen. Wer nie einen Texteditor öffnen möchte, muss es nicht.
Download
Für macOS, Windows und Linux. Keine Telemetrie, keine Cloud, keine Subscription.
Der Quellcode ist auf GitHub verfügbar.
Die vollständige App läuft direkt im Browser: Skript lesen, Trigger bedienen, Go und Back drücken, Audio abspielen. MIDI und OSC stehen in der Browser-Vorschau nicht zur Verfügung.
macOS zeigt beim ersten Start eine Gatekeeper-Warnung. So öffnest du MainDesk trotzdem:
Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit → nach unten scrollen → „Trotzdem öffnen"
Windows SmartScreen zeigt eine Warnung. Klicke auf „Weitere Informationen" → „Trotzdem ausführen". Erscheint nur beim ersten Start.
AppImage ausführbar machen und starten:
chmod +x MainDesk-linux-x64.AppImage ./MainDesk-linux-x64.AppImage
Das Apple Developer Program kostet 99 $/Jahr. Da MainDesk kostenlos ist, verzichten wir darauf. Die Warnung bedeutet nicht, dass die Software schädlich ist – Apple und Microsoft haben schlicht keine Gebühr erhalten.
Die Software wird „wie besehen" (as is) bereitgestellt. Es werden keine Garantien gegeben und keine Haftung für Schäden übernommen, die durch die Nutzung der Software entstehen.